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Chronik des Vereins

Am 2. Juli 1930 gründeten 14 junge Leute im Reffeltschen Garten die Spielvereinigung Gaste- Hasbergen. Die Gründungsmitglieder waren: Heinrich Birkenkämper, Georg Brömstrup, Heinrich Brömstrup, Walter Dölemayer, Albert Dölling, Otto Dölling, Emil Dölling, Friedrich Hillebrand, Heinz Hindersmann, Wilhelm Neyer, Ewald Saatkamp, Ernst Wessel und Hermann Wessel.

Die beiden Gemeinden waren damals noch getrennt und der Sport auf dem Lande sozusagen noch ein Fremdwort. In den Schulen der beiden Gemeinden wurde zwar ein bisschen Schlagball und Völkerball gespielt und auch ein wenig Leichtathletik: Laufen, Springen, und Ballweitwurf betrieben; aber das war´s auch schon. Sportplätze gab es nicht. Die Übungs- und Wettkampfstätten waren die Schulplätze und- heute kaum noch vorstellbar- die Landstraßen. Das Ende der Schulzeit bedeutete in der Regel auch Schluss mit dem Sport. Doch hier und da trafen sich nach und nach einige Jugendliche zum Fussballspiel. Es bildeten sich Gruppen über die Gemeindegrenzen hinweg, und eines Tages wurde aus ihnen der Gedanke geboren, einen Sportverein zu gründen.

Gedacht, getan. So wurde die Spielvereinigungaus der Taufe gehoben. Praktisch mit nichts: Man hatte kein Geld und keinen Platz; aber man hatte- was mehr wert war- die Unbekümmertheit und den Idealismus der Jugend.Der Anfang war gemacht. Erster Vorsitzender des Vereines wurde der damalige Lehrer in Gaste, Heinrich Wellemeyer. Zum Schroftführer wurde Albert Dölling gewählt, der durch rastlose und selbstlose Arbeit die Entwicklung des Vereins entscheidend förderte.Schritt für Schritt ging es aufwärts: Auf dem Hasenkamp in Gaste wurde ein Stück Heide gepachtet. Nun war das Land da- ein unwirtliches, abgelegenes Gelände, aber noch längst keinen Fußballplatz. Da zeigten die Jungens, dass sie nicht nur spielen wollten, sondern auch bereit waren, Hand anzulegen. Sie griffen zu Schaufel und Hacke und machten das Gelände in kurzer Zeit spielfähig. Die Tore wurden errichtet, das erste Spiel konnte steigen. Mit der Technik war es anfangs noch nicht weit her. Sie wurde besser, als sich Karl Schnitger vom Osnabrücker Spielverein 16 als Trainer zur Verfügung stellte, und zwar unentgeltlich. Derartige Freundschaftsdienste gab es damals!

Der Vereinsbetrieb lief, und das Interesse wuchs. So kam es, dass der Platz den Anforderungen bald nicht mehr genügte. Da sprang Heinrich Reffelt in die Bresche. Er stellte ein neues Gelände zur Verfügung. Aber auch hier musste erst wieder einmal kräftig gebuddelt werden. Wie auf dem Gaster Hasenkamp schritten die Vereinsmitglieder wiederum selbst zur Tat. Unverdrossen wurde Tag für Tag geschaufelt, gehackt, gekarrt und planiert, allen voran der Vereinsvorsitzende Wilhelm Birkenkämper- der "graude Willem", wie er zum Unterschied von seinem gleichnamigen Neffen, dem "kleinen Willem", der zusammen mit seinem Bruder Heinrich und den Döllings viele Jahre hindurch den Kern der 1. Mannschaft bildete, genannt wurde. Am Himmelfahrtstag (5.Mai) 1932 wurde der neue Platz eingeweiht. Es war ein großes Fest und ein großer Erfolg. Der Sportverein hatte sich durchgesetzt. Er war aus dem Leben der beiden Gemeinden nicht mehr wegzudenken. Neue Mitglieder kamen. Die meisten Leute schauten nicht mehr verächtlich auf die halbnackten Kerls herab, die da dem Sport huldigten. Mancher kam aus Neugierde, um sich die Sache mal aus der Nähe anzusehen, und es geschah mehr als einmal, das auch ihn das Spiel in seinen Bann zog. Es soll sogar Leute gegeben haben, die anfangs gar nichts vom Fußball wissen wollten und schließlich gefesselt davon waren, dass sie als Zuschauer in Gedanken selbst mitspielten und kräftig nach einem gar nicht vorhandenen Ball stießen. Für Hunderte von Menschen wurde es allmählich eine Selbstverständlichkeit, dass sie sonntags ihren Spaziergang zum Fußballplatz machten.

Zu der raschen Aufwärtsentwicklung des Vereins hat nicht zuletzt der Kameradschaftsgeist der Mitglieder beigetragen. Der Gemeinsinn, der letztlich den Erfolg der Mannschaft im Spiel entscheidet, wirkte auch außerhalb des Spielfeldes fort. Die Spielvereinigung wurde für ihren inneren und äußeren Zusammenhalt und für ihre Geselligkeit berühmt. Selbst politische Gegensätze haben die Kameradschaft nicht gestört. Wesentlich dazu beigetragen hat die vorbildliche Haltung des langjährigen Vorsitzenden und späteren Ehrenvorsitzenden, Wilhelm Birkenkämper. Birkenkämper, der 1932 den Vorsitz übernahm, ist es ferner zu danken, dass neben dem Fußball auch die anderen Sportarten, zum Beispiel auch Leichtathletik und Schwimmen, nicht zu kurz kamen. Seinen und des Hasberger Lehrers Friedrich Kuhle steten Bemühungen verdankt die Gemeinde auch ihre Badeanstalt, die 1933 von allen Vereinen gemeinsam geschaffen wurde. Nicht zuletzt auf seine Initiative, geht weiter die 1933 erfolgte Gründung der Damenabteilung zurück. Um die Stärkung und Vertiefung des sportlichen Gedankens in beiden Gemeinden hat der "graude Willem" sich so in großem Maße verdient gemacht. Der Krieg unterbrach das Aufwärtstreiben des Vereins.

Der einmal geweckte Sportgeist aber überdauerte den zweiten Weltkrieg und den Zusammenbruch. Schon am 25. November 1945 wurde der Verein als Spielvereinigung Gaste-Hasbergen wieder ins Leben gerufen. Zum ersten Vorsitzenden wurde Ewald Saatkamp gewählt, der auch 1930 schon dabei gewesen war.Es war ein Wiederbeginn unter fast ebenso schweren Bedingungen wie1930. Aber auch diese Zeit wurde durch den Idealismus der Spieler überwunden. Erfolge blieben nicht aus: 1947 errangen unsere Fußballer die Kreismeisterschaft. Die Aufstiegsspiele gingen allerdings verloren. In den ersten Jahren nach dem Kriege zeichneten sich auch die Leichtathletik- sowie die Schwimmabteilung durch große Aktivitäten aus. Vereinsmeisterschaften wurden ausgetragen, und die alljährlichen Schwimmfeste erfreuten sich großer Beliebtheit. Die Fußballer gewannen 1950 zum zweiten Mal die Kreismeisterschaft. Doch der Aufstieg in die Bezirksklasse mislang auch dieses Mal. Hinter Spielverein 16 und BW Merzen belegten sie den dritten Platz.

1951 Aufstieg in die Bezirksklasse:

Was 1947 und 1950 nicht gelang, das wurde 1951 Wirklichkeit. Mit acht Punkten Vorsprung- Ewald Stiller (früher Eintracht Osnabrück) war als Trainer gekommen- sicherte sich die Spielvereinigung in diesem Jahr erneut die Kreismeisterschaft und wurde in den Aufstiegsspielen Erster vor VFB Schinkel und Tura Gröneberg Melle. Die Freude war groß, denn im dritten Anlauf war damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen.

1952 Ausbau des Sportplatzes     

Nach den sportlichen Erfolgen wurde der Ausbau des Sportplatzes in Angriff genommen. Unter Regie von Arnold Dreyer und Werner Hengst wurde eine Beleuchtung am PLatz geschaffen. Vier Scheinwerfer wurden installiert, so dass jetzt auch im Winter bei Dunkelheit auf dem Platz trainiert werden konnte. Aus finanziellen Gründen blieben die Bemühungen aber zwangsläufig ein Provisorium.

1953/1954 Weitere Erfolge

Nachdem der Verein im Ersten Jahr seiner Zugehörigkeit zur Bezirksklasse mit einem Mittelfeldplatz zufrieden sein musste, gelang 1953 der Sprung auf den dritten Platz. Inzwischen hatte Jan Hesse vom VFL Osnabrück das Training übernommen. Er betätigte sich auch aktiv in der 1. Mannschaft, und mit ihm stellten sich weitere Erfolge ein. 1954 fehlte beispielsweise nur ein Punkt zur Erringung der Bezirksmeisterschaft.

1955 Im Zeichen des Jubiläums

Der Tag des 25-jährigen Bestehens wurde am 2. Juli 1955 im Wuff´schen Saale festlich begangen. Für die im letzten Krieg gefallenen und vermissten Sportkameraden wurde eine Ehrentafel enthüllt, die seither im Vereinslokal einen Ehrenplatz gefunden hat. Sportlich kam der Verein etwas aus dem Konzept. Die Mannschaft musste erheblich verjüngt werden, aber es gelang, die Klassenzugehörigkeit zu erhalten. Hier machte sich die gute Jugenarbeit im Verein bemerkbar und zeitigte die ersten Erfolge.

1958 Aufstieg in die Amateurliga

Dieses Jahr brachte der Fussballabteilung mit dem Aufstieg in die Amateurliga einen großen Erfolg. Erich Auping wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt und löste damit Helmut Brömstrup nach 2-jähriger Amtszeit ab. Besonderes Augenmerk wurde dem Nachwuchs gewidmet. Unter der Leitung von Wilhelm Birkenkämper jr. nahm die Jugendarbeit einen ganz beachtlichen Aufschwung. Regelmäßig besuchten 50-60 Schüler und Jugendliche das allwöchentlich von ihm geleitete Training. Ewald Stiller kehrte nach Gaste zurück und übernahm das Training der 1. Mannschaft.

1960/1961 Abstieg und Wiederaufstieg

Höhen und Tiefen kennzeichnen den Weg dieser beiden Jahre. Während die Schwimmer erleichtert aufatmen- Ende Mai wurde die neue Badeanstalt in Hasbergen ihrer Bestimmung übergeben-gingen auch die Fussballer "unter Wasser". Im dritten Jahr der Zugehörigkeit zur Amateurliga kamen sie über den vorletzten Tabellenplatz nicht hinaus und mussten zurück in die Bezirksklasse. Dieses Zwischenspiel dauerte allen Unkenrufen zum Trotz nur ein Jahr. Unter der ordnenden Hand von Ewald Stiller erkämpfte sich die Mannschaft auf Anhieb wieder den Aufstieg in die Amateurliga. Das entscheidene Spiel fand am 14. August 1961 in Fürstenau gegen den SV Haselünne statt, das mit 4:2 siegreich beendet wurde.

1962/1963 Eintragung in das Vereinsregister

Jetzt ging es wieder steil aufwärts. Die 1. Mannschaft verfehlte 1963 nur ganz knapp, um einen Punkt, die Meisterschaft in der Amateurliga und auch in den unteren Mannschaften gab es starken Auftrieb. Neben der 2. Mannschaft wurde eine 3. Mannschaft neu in den Spielbetrieb eingereiht, und auch in der Jugend- und Schülerabteilung ging der Trend unter Leitung von Reinhold Henning erfreulich nach oben. Auch die Alte-Herren-Mannschaft wurde, angeführt von Willi Meyer und Helmut Wessling, sehr aktiv. Im Jahr 1963 wurden 27 Spiele ausgetragen und nur 2 verloren. 47:7 Punkte und 122:47 Tore waren die stolze Bilanz.

1964 Aufwärtstrend

Am Ende der Saison belegte die 1. Fußballmannschaft den 4. Tabellenplatz und erkämpfte sich damit den Aufstieg in die neu gegründete Verbandsliga Staffel West. Dieser Aufstieg markierte einen Höhepunkt in der Geschichte des Vereins. Jetzt rückte aber auch die Sportplatzfrage wieder in den Vordergrung, zumal seitens des Verbandes gewisse Auflagen zu erfüllen waren. Im Vorstand wurde ein neuer Antrag an die Gemeinde Gaste gereicht und Wünsche und Vorstellungen des Vereins eingehend erläutert. Die Arbeit in den Jugend- und Schülerabteilungen litt stark unter dem Fehlen von geeigneten Betreuern und Begleitern. Dennoch waren einige schöne Erfolge zu verzeichnen. Die A-Jugend wurde Vizekreismeister und erreichte das Finale um den Kreispokal. Auch die Tischtennisabteilung wurde Meister in der Bezirksklasse.

 1965 Verbandsliga und Fairnesspreis

 Für die Fußballer kam jetzt die Bewährungsprobe. Die Spielvereinigung stellte die ranghöchste Mannschaft des Landkreises und es gelang, das 1.Jahr mit einem guten Mittelplatz (neunte Stelle) abzuschließen. Mit besonderem Stolz erfüllte das die Mannschaft- die schon im Vorjahr fairste Mannschaft der Verbandsliga wurde.

1966/1967 Ein Höhepunkt


Das Jahr 1966 brachte einen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Unter der Führung Ewald Stillers lief die 1.Mannschaft in der zweiten Serie zu einer Form auf, die sie bald an die "Spitze" der Tabelle brachte. Lediglich Blau-Weiß Lohne konnte noch gleichziehen. Beide Mannschaften verzeichneten 41:19 Punkte, wobei wir das bessere Torverhältnis hatten. Da dieses jedoch bei Amateuren nicht ausschlaggebend ist, mussten wir auf dem Eintrachtplatz in Osnabrück zum Entscheidungsspiel gegen Lohne antreten. Diese Begegnung ging nach 2:1 verloren. Wir waren aber trotzdem stolz auf unsere Mannschaft, denn Vizemeister der Verbandsliga zu sein, heißt schon etwas. Mit besonderer Freude war zu verzeichnen, dass unsere Mannschaft zum dritten Mal hintereinander der Fairnesspreis  zuerkannt wurde. Auch im folgenden Jahr konnte die Spitzenposition gehalten werden. Am Ende der Saision plazierten wir uns mit 33:27 Punkten und einem Torverhältnis von 56:38 auf dem fünften Tabellenplatz. Auch die anderen Herren- sowie Jugendmannschaften konnten mit schönen Erfolgen aufwarten. Der Spielbetrieb hatte sich im Laufe der Jahre derart entwickelt, dass der Bau eines weiteren Sportplatzes dringend erforderlich wurde. Nach Jahren des Wartens konnte mit dem Bau eines zweiten Platzes begonnen werden. Am 22.Oktober 1967 wurde der Hartplatz, der aber nur einen Teil der geplanten Sportanlage darstellt, seiner Bestimmung übergeben.

1968/1969/1970 40-jähriges Bestehen

Im Jahre 1968 gab es innerhalb der 1. Mannschaft erhebliche personelle Veränderungen. Nach10-jährigen erfolgreichen Wirken beendete Ewald Stiller seine Tätigkeit als Trainer. An seine Stelle trat Dieter Czichowski. Außerdem wechselten fünf Spieler zu anderen Vereinen, darunter auch Hartmut Hartmann zu Preußen Münster. Dieser starke Aderlass bereitete naturgemäß Schwierigkeiten. Unter diesen Umständen konnten wir zufrieden sein, als wir am Ende der Saison den 8. Tabellenplatz erreichten. Mitte April wurde zur Freude aller Mitglieder mit dem Bau des Rasenplatzes begonnen. Mit dem folgenden Jahr trat die Spielvereinigung in das 40. Jahr ihres Bestehens ein. Überschattet wurde es durch den Unfalltod unseres Sportkameraden der sich auch nach seiner Übersiedelung zu Preußen Münster mit uns stets kameradschaftlich verbunden fühlte. Auf dem sportlichen Sektor gab es leider Rückschläge. Bald nach Beginn der ersten Serie 1969/1970 lagen wir schon hoffnunglos an letzter Stelle, und es sah bis zum Ende der Saison so aus, dass das Jubiläumsjahr auch das Jahr des Abstiegs werden sollte. Jedoch nach einer außergewöhnlichen Leistungssteigerung im Verlauf der zweiten Serie erreichte unsere Mannschaft den Klassenerhalt und bereitete damit dem Verein das schönste Jubiläumsgeschenk. Inzwischen wurde auch der Rasenplatz fertiggestellt. Am 31. Mai 1970 fand die Einweihung statt. In einem Freundschaftsspiel standen sich Preußen Münster(Regionalliga West) und unsere 1. Mannschaft gegenüber. Einen schönen Erfolg im Jubiläumsjahr erziehlte unsere 1. Tischtennismannschaft. Sie wurde erneut, und zwar ungeschlagen, Meister der Bezirsklasse. Sorgen bereitete die finanzielle Lage. Durch zahlreiche Spenden ergab sich jedoch noch ein befriedigendes Ergebnis. Alles in allem konnte das Jubiläumsjahr als erfolgreich verbucht werden. Die Jubiläumsfeier fand am 5. September 1970 im Gasthaus Thies statt. Sie erhielt ein besonderes Gepräge durch die Teilnahme zahlreicher Ehrengäste mit dem DFB-Präsidenten Dr. Hermann Gösmann an die Spitze. Ein weiteres herausragendes Ereignis war die Inbetriebnahme der neuen Turnhalle. Sie gab dem Verein einen erheblichen Auftrieb. Weitere Sportarten konnten gepflegt werden. Neue Mitglieder kamen

1971/1972 Neue Sportarten

Dieses Jahr war besonders gekennzeichnet durch die Aufnahme neuer Sportarten: Volleyball, Handball und Gymnastik sowie Turnen und Bewegungsspiele kamen hinzu. Die Turnhalle machte es möglich, und das Interesse war so groß, dass die Verteilung der Übungszeiten- die Halle wurde auch von anderen Vereinen und Gruppen genutzt- schon bal schwierig wurde. In Bedrängnis geriet auch der Fussball. Die 1. Mannschaft musste von der Verbandsliga in die Bezierksliga absteigen und kämpfte auch hier nur mit wechselndem Erfolg. Weit besser schlugen sich die anderen Fußballmannschaften und ebenso die Tischtennismannschaften.

1972/1973 Zunahme der Breitenarbeit

Die Breitenarbeit des Vereins trug Früchte. Das zeigte sich u.a. in der Zunahme der Mitgliederzahlen. Diese stieg auf weit über 700. Leider war diese erfreuliche Entwicklung durch einen sich immer stärker auswirkenden Mangel an Übungsleitern, Betreuern und anderen freiwilligen Helfern begleitet. Betrüblich gestaltete sich in dieser Zeit das Schicksal der 1. Fußballmannschaft. Sie musste in die Bezirksklasse absteigen. Die 2. Mannschaft hingegen sicherte sich den 2. Tabellenplatz der zum Aufstieg in die Kreisliga führte. Ähnlich positiv verlief auch das Geschehen bei den anderen Fußballmannschaften und besonders auch bei der Jugend. Rege Beteiligung gab es in den anderen Sportarten. Hervorzuheben sind hier das Kinderturnen und der Bewegungsport für Mitglieder in vorgeschrittenem Alter. Überschattet wurde die Aufwärtsentwicklung durch den überraschenden Tod des langjährigen Präsidenten Erich Auping. 15 Jahre hatte er an der Spitze des Vereins gestanden und ihm hervorragende Dienste geleistet. Besonders durch den Bau der Sportanlagen in Gaste, der weitgehend seiner Initiative zu verdanken ist, hat er ein bleibendes Verdienst erworben.

1973/1974 Neue Erfolge

Dieses Geschäftsjahr kennzeichneten neue Erfolge. Die 1. Fußballmannschaft erkämpfte in der Bezirksklasse die Meisterschaft und damit den Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Ebenso errangen zwei Jugendmannschaften - die A- und D- Jugend - die Meisterschaft. Insgesamt stellte der Verein 12 Fußballmannschaften. Auch die anderen Sportarten fanden mit weiter steigenden Mitgliederzahlen zunehmendes Interesse. Dies galt besonders für den Handball. Hier gab es acht Mannschaften. Neuer Vorsitzender des Vereins wurde Willy Meyer, der dem Vorstand schon vorher als Schriftführer angehört hatte. 

1974/1975 Weiteres Wachstum

Der Verein wurde immer größer. Die sportliche Bilanz war beachtlich. Die Fußballer, von der Jugend über die Senioren bis zu den Alten Herren, errangen beachtliche Erfolge. Hervorzuheben war weiter der überaus rege Betrieb in den Gymnastik-Abteilungen. In einer Gruppe waren 30-40 Teilnehmerinnen keine Seltenheit.

1975/1976 Schwierigkeiten durch Platzmangel

Die Turnhalle wurde zu  klein, die dem Verein zugeteilten Benutzungszeiten reichten bei weitem nicht aus, Die unerfreulichste Folge war der Niedergang der mit viel Mühe aufgebauten Handballabteilung. Es wurde zwar gleich ein neuer Anfang gemacht, aber der durch die Behörden verursachte Rückschlag konnte nur langsam wieder aufgeholt werden. Schwierigkeiten gab es auch bei den Fußballern. Die 1. Mannschaft stieg aus der Bezirksliga ab. Nur die 2. Mannschaft, die Alten Herren und vor allem die Jugendmannschaften zeigten gute Leistungen.

1976/1977 Die zweite Turnhalle

Die neue Turnhalle in Gaste wurde fertig. Damit bestand endlich die Möglichkeit, dem ständig wachsenden Interesse der Bevölkerung an sportlicher Betätigung zu genügen. Die sportlichen Leistungen waren unterschiedlich. Die 1. Fußballmannschaft verzeichnete in der Bezirksklasse Erfolg, aber der Wiederaufstieg in die Bezirksliga blieb ihr versagt. Die anderen Senioren-Fußballmannschaften behaupteten sich in ihren Klassen im Mittelfeld. Beachtliche Erfolge erzielten wiederum die Alten Herren und die Jugendlichen. In Szene setzte sich auch der Damenfußball.

1978 Über 1000 Mitglieder

Die Spielvereinigung wurde zum Großverein mit über 1000 Mitgliedern. Für einen Verein in einer Landgemeinde eine ganz beachtlicher Zahl! Der enorme Zustrom hatte 1971 mit der Inbetriebnahme der ersten Turnhalle begonnen- damals zählte der Verein nur etwa 300 Mitglieder- und setzte sich nach der Fertigstellung der zweiten Turnhalle im Jahre 1977 verstärkt fort. Im Gegensatz dazu ließen die Leistungen der Fußballer zu wünschen übrig, ausgenommen immer wieder die Alten Herren und die meisten Jugendmannschaften. Mit tiefer Trauer erfüllte der Tod des langjährigen früheren Vorsitzenden und später Ehrenvorsitzenden Wilhelm Birkenkämper. Der "graude Willem", der sich unschätzbare Verdienste um den Verein und die Entwicklung des Breitensports in unserer Gemeinde erworben hatte, ist nicht mehr, aber sein Name und seine Leistungen werden unvergesslich bleiben.

1979 Steigende Mitgliederzahlen

Der Zulauf an neuen Mitgliedern hält weiter an. Annähernd 200 Neuzugänge waren im letzten Jahr zu verzeichnen, und mit 1200 Mitgliedern ist die Spielvereinigung der mit Abstand größte Verein in der Gemeinde, d.h. jeder achte Einwohner betätigt sich heute in den verschiedensten Sportarten des Vereins. Aber die Freude über diesen Zuwachs an Mitgliedern ist, nicht ungetrübt, weil die Turnhallenbenutzungskapazität mittlerweile nicht mehr ausreicht, um den Wünschen aus den einzelnen Abteilungen gerecht zu werden.

1980 50 Jahre SVGH

Dieses Jahr stand ganz im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums, und das Dauerthema "Hallennot" wurde dadurch zeitweilig etwas zurückgedrängt, nachdem die erstellung einer weiteren Turnhalle seitens der Gemeinde für 1981/1982 in Aussicht gestellt worden war. Der große Festakt mit anschließendem Jubiläumsball fand am 19. Juli 1980 im Sallk Thies in Gaste statt, wo sich die Sportprominenz ein Stelldichein gab. Einen besonderen Beitrag leistete die 1- Fußballmannschaft, die im Jubiläumsjahr mit Friedel Möller als Trainer wieder in die Bezirsklasse aufgestiegen war. 

1981 Große Erfolge im Tischtennis

Mit herausragenden Leistungen warteten zwei junge Tischtennisspielerinne auf: Ilka Böning wurde Kreis- und Bezirksmeisterin und bei den Landesmeisterschaften in Hannover ungeschlagen Niedersachsenmeisterin. Erfolgreichwar auch ihre Schwester Katja, die nach den vorderen Plätzen bei den Kreis- und Bezirksmeisterschaften bei den Landesmeisterschaft Platz neun erreichte.

1983 Schallmauer 1500 durchbrochen

Als 1500. Mitglied wurde Brigitte Brand anläßlich der Jahreshauptversammlung durch einen Blumenstrauß besonders geehrt. Gemeindedirektor Steiner berichtete in einem Grußwort, dass die Bemühungen der Gemeinde für den Bau einer weiteren Turnhalle noch nicht aufgegeben worden seien. Entsprechenden Anträge lägen den zuständigen Behörden vor. Im Final um die Kreismeisterschaft Osnabrück-Land stiegen unsere A_Jugendfußballer durch ein spannendes Elfemeterschießen mit 7:6 auf. Das siegreiche Aufgebot: Ulrich Haupt, Frank Strehlow, Torsten Wehrmeyer, Uwe Schulte, Michael Hörnschemeyer, Andreas Loch. Reinhard Vaske, Heiko Sparenberg, Andreas Mindrup, Uwe Westermann, Thomas Nitschmann, Ulf Schroer, Carsten Gelinski und Frank Händler.

1984/85 Turnhalle platzt aus allen Nähten

Die Turnhallenprobleme nehmen immer krassere Formen an. Ratsmitglied Ewald Brockmeyer berichtete auf der Jahreshauptversammlund, dass eigens für diese Angelegenheit ein Arbeitskreis gebildet sein und ein Abschlussbreicht dem Bauausschuss der Gemeinde vorgelegt wurde. Dem Bau einer reinen Sporthalle wurde eindeutig der Vorzug gegenüber einer Mehrzweckhalle gegeben. Die Fußballmädchen sicherten sicherten sich durch eine 1:0 gegen den SC Herringhausen den Kreispokalsieg. An diesem Erfolg waren beteiligt: Martina Kastner, Michaela Moss, Marion Lutterbeck, Birgit Musekamp, Simone Steffan, Kerstin Schulte, Nicole Ambrosius, Silke Brömstrup, Katja Brömstrup, Sandra Müller, Kerstin Spreckelmeyer und Susanne Kessler. Das 55. Stiftungsfest wurde am 5. Oktober 1985 im Sall Thies in Gaste festlich begangen. Die Turnabteilung erweiterte sich um die Sparte Geräteturnen und bietet außerdem Wassergymnastik an, die im Schwimmbad in Hagen abgehalten wird. Im Sportabzeichenwettbewerb plazierte sich die Spielvereinigung nach Fürstenau und Tura Melle an 3. Stelle.

1988 Neue Turnhalle in Sicht

Anfang dieses Jahres wurden seitens des Hasberer Gemeinderates die Weichen für eine neue Sporthalle- nicht zuletzt aufgrund unserer massiven Vorstellungen- gestellt. Ein hörbares Aufatmen ging durch die reihen unserer Sportlerinnen und Sportler, als im Juli der Startschuss für den Neubau gegeben wurde. Vor diesem Hintergrund entwickelten sich vielfältige Aktivitäten in allen Abteilungen. Im Turn- und Gymnastikbereich wurde mit Monika Hetmann eine hauptamtliche Übungskraft engagiert. Die Intensive Jugendarbeit des vereins, die nach wie vor ehrenamtlich betrieben wird, zeigte weitere Erfolge. Im Handball wurde sowohl die weibliche als auch die männliche A-Jugend Staffelmeister und im Fußball wurde die e-Jugendmannschaft ungeschlagen Staffelmeister. Aufsehen erregte die Mannschaft beim internationalen Pfingstturnier in Harderberg, u.a. mit Bundesligabesetzung, wo sie sich unter die letzten vier spielte, Insgesamt 32 Mannschaften nahmen an diesem Turnier teil. 

1989 Einweihung der neuen Sporthalle

Als Meilenstein in der Geschichte der Spielvereinigung wird die Einweihung dern neuen Sporthalle in Hasbergen eingehen. Nach über 10 Jahren andauernden Bemühungen unsererseits wurde die Halle am 24. Mai 1989 in einer Feierstunde eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben. An dieser Stelle möchten wir nochmals unseren Dank an die Gemeinde Hasbergen wiederholen, der bei der Einweihungsfeier durch unseren 1. Vorsitzenden Willy Meyer bereits nachhaltig zum Ausdruck gebracht wurde. Nach Freigabe der Turnhalle sehen wir uns in der Pflicht, diese Halle mit Leben zu erfüllen, und insoweit sehen wir uns neuen Aufgaben gegenüber. Bisher wurde unser sportliches Angebot um die Sparten Basketball, Judo, Turnen "Er und Sie" erweitert.

1990 Neubau eines  Dusch- und Umkleidegebäudes

Ein weiteres großes Anliegen ist im 60. Jubiläumsjahr in Erfüllung gegangen! Die Anlage konnte Ende 1990 in Betrieb genommen werden und ersetzte die schon seit langem nicht mehr zeitgemäßen Umkleidemöglichkeiten im Reffelt´schen Keller.

1991 Vorstandswechsel

Im Jahr 1991 trat der Vereinsvorsitzende Willy Meyer  nach 40-jähriger aktiver Vorstandstätigkeit von seinem Amt zurück. Unter seiner Führung erlebte die Spielvereinigung ihre Blütezeit. Die Mitgliederzahlen und damit verbunden das sportliche Angebot wurden erheblich ausgeweitet. Für seine Verdienste wurde Willy Meyer zum Ehrenpräsidenten ernannt. Mit einem Wort: Willy Meyer hat sich um die Spielvereinigung verdient gemacht. Ein neuer Vorstand wurde bei der Jahreshauptversammlung 1991 gewählt. 1. Vorsitzender Jan Mons, 2. Vorsitzender Ewald Nörenberg, 3. Vorsitzender Heinz Hörnschemeyer, schatzmeister Rudi Kröner, Geschäftsführerin Hedda Nörenberg, Fußballobmann Wilfried Birkenkämper. Im sportlichen Bereich gab es Höhen und Tiefen. Die 1. und 2. Herrenmannschaft mussten den Weg in die unteren Klasse gehen. 

1992

Als neuer Trainer für die 1. Herrenmannschaft wurde Heinz Bahlke verpflichtet, der nach acht Jahren unser Eigengewächs Uwe Henning ablöste. Ulrich Grubert leitete die umfangreichte Jugendarbeit und zusammen mit Franz Meyer als Trainer kamen die Jugendlichen zu beachtlichen Erfolgen. Leider mussten wir zusehen, wie die guten Spieler vom VFL Osnabrück abgeworben wurden. Unsere Damenmannschaft wurde Staffelsieger der Kreisklasse. Mit unserer Partnergemeinde Gelenau im Erzgebirge wurden sportliche Wettkämpfe ausgetragen. Die E-Jugend wurde Hallen-Kreismeister.

1993

Der bisherige Jugentrainer Franz Meyer übernahm das Training der 1. Herrenmannschaft und es ging wieder aufwärts. Die 2. und 3. Herrenmannschaft war die erfolgreichste Mannschaft in der Fußballabteilung, sie errangen die Meisterschaft in der Kreisliga. Ulrich Grubert vereinbarte mit dem SV Ohrbeck eine Spielgemeinschaft für die Jugfendlichen, was für die beiden Vereine große Vorteile brachte

1994 bis 1995

Im Herren-Fußball nahmen drei Mannschaften am Spielbetrieb teil. Die 1. Mannschaft spielte in der Kreisliga mit gutem Erfolg, dank des Trainers Franz Meyer. Die 2. und 3. Mannschaft nahmen in der Kreisklasse einen Mittelplatz ein. Im Jugenbereich ging es wieder aufwärts. Es waren durchgängig alle Jahrgänge von Mini bis A-Jugend gemeldet.

1995 bis 1997

Mit Beginn der Saison 1995/1996 tritt eine neue Spielklassenreform in Kraft. Es gibt nur noch zwei Bezirsklassen und fünf Kreisligen. Mit dem neuen Spieltrainer Robert Kleine und den neuen Spielern Bernd Altenkirch, Ingo Erk und Ricardo Manzei wurde eine schlagkräftige Mannschaft gebildet und der Aufstieg in die Bezirksklasse geschafft. Als neue Leiterin der Jugendabteilung wurde Brigitte Schweer, unterstützt von Thorsten Pioch, gewählt. Dem langjährigen unermüdlichen Begleiter der 1. Fußballmannschaft, Helmut Lache, wurde von Oberkreisdirektor Holl die Niedersächsische Verdienstmedaille für seine hervorragende Arbeit und sein ehrenamtliches Engagement in der Spielvereinigung überreicht. 1996 musste die 1. Mannschaft, durch Ausfall einiger Leistungsträger, in die Kreisliga absteigen, woraufhin auch andere Spieler den Verein verließen. Es musste eine neue Mannschaft formiert werden. Die 3. Mannschaft wurde aufgelöst. Im Jugendbereich wurden alle Mannschaften von den Minis bis zu A-Jugend gemeldet und nahmen am Spielbetrieb teil. Natürlich dürfen wir die Altliga-Mannschaft nicht vergessen, die in der ganzen Zeit viele erfolgreiche Spiele, bis zu 30 Spielen pro Saison von April bis Oktober, absolviert hat. Im Oktober 1996 wurde die neue Flutlichanlage an dem Hartplatz eingeweiht. 

1998 bis 2000

Der Vorstand ist besonders erfreut darüber, dass der frühere Fußballobmann Wilfried Birkenkämper nach seiner Krankheit wieder die Leitung der Fußballabteilung übernehmen konnte. Im Jugendfußball nahmen zwölf Mannschaften, mit insgesamt circa 200 Kindern und Jugendlichen am Training und Spielbetrieb teil. Eine Damen- und eine Mädchenmannschaft spielen sehr erfolgreich. Die 1. Herrenmannschaft hat den 2. Platz in der Kreisliga belegt und auch in der Halle am "Hüggelcup" teilgenommen. Die 2. Mannschaft spielt in der 1. Kreisklasse und liegt in der unteren Tabellenhälfte. Die neue 3. Mannschaft wird von Carsten Hoge trainiert. Durch 19 spielende Mannschaften wurde der Rasenplatz sehr in Mitleidenschaft gezogen, so dass eine Wiese in den Nachbarschaft gepachtet werden musste, auf der das Training einzelner Mannschaften durchgeführt werden konnte. Ab Januar 1998 wurde Ricardo Manzei Spieltrainer der 1. Mannschaft und hatte sofort Erfolg. Die Mannschaft wurde Meister in der Kreisliga und stieg damit auf in die Bezirksklasse. Diesen Erfolg verdankt die Spielvereinigung der Leistung der 1. Mannschaft und besonders dem Stürmerstar Holger Kühnel, der ab der Saison 1998 für den Verein die Tore schoss. Zusätzlich wurde noch die Kreismeisterschaft im Spiel gegen Alfhausen im 6:1 gewonnen. Die 2. Mannschaft schaffte den Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Die 3. Mannschaft spielt in der 3. Kreisklasse. Die Damenmannschaft spielt in der Kreisliga. Ein Highlight des Mädchen- und Frauenfußballs in der Region waren die Mädchen- und Damenturniere in der Sporthalle in Hasbergen, die Detlev Manske seit vielen Jahren immer im Januar organisiert. Es nahmen Mannschaften aus dem Kreis Osnabrück aber auch die Bundesligamannschaft aus Wolfsburg, die Landesligamannschaften aus Magdeburg und Braunschweig teil. Im Jugendbereich ist besonders hervorzuheben das durch gute Trainer (Spieler der 1. Mannschaft) höhere Spielklassen erreicht werden konnten. Die B-Jugend wurde Meister der Bezirksliga und konnte in die Landesliga aufsteigen. Da aber viele Spieler in die A-Jugend wechselten, blieb die neue B-Jugend in der Bezirksliga, wo sie leider nicht erfolgreich war und den Abstieg in Kauf nehmen musste. Die von Ricardo Manzei trainierte A-Jugend wurde wieder Meister der Kreisliga. Alle anderen Mannschaften waren auch erfolgreich in ihren Klassen, besonders in den Hallenrunden.Als Minis hatten sie bei der Spvg. Gaste-Hasbergen angefangen. Zu dem Zeitpunkt ahnte niemand, dass sich hier ein Ausnahmejahrgang zusammen gefunden hatte. Über sehr erfolgreiche Jahre in den jüngeren Altersklassen mit Gewinn mehrerer Kreismeisterschaften, Aufstiegen in höhere Spieklassen, meistens schon als jahrgangsjüngstes Team, stellte diese Mannschaft Auswahlspieler im Kreis, Bezirk und in der Landesauswahl bis hin zur U-16 Nationalmannschaft (Matthias Ulrich). Das sportliche Highlight der B-Junioren Kreismeister war, nach einer Spielklassenreform als B-Junioren in der Bezirksliga-Aufstiegsrunde den dritten Tabellenplatz erreicht zu haben, und sich somit in einem Relegationsspiel gegen SC Preußen Hameln für die damals neue höchste Spielklasse "Niedersachsenliga" qualifizieren zu können. Das von Ricardo Manzei trainierte Team musste erst in Hameln das Auftaktspiel auf ungewohntem Kunstrasen bestreiten. Der wohl vom Gegner erhoffte Feldvorteil kam geradezu unserem technisch anspruchsvollem Spiel entgegen. So dass es zu einem nie gefährdeten 6:3 Sieg durch vier Mal Matthias Ulrich, Andreas Kunst und Roman Schnalle kam. Das Rückspiel lief in der ersten Hälfte recht schwerfällig und ohne den gewohnten Spielfluss. Doch im zweiten Durchgang kamen die spielerischen Tugenden wieder zum Vorschein und der 1:1 Pausenstand (Carsten Gottwald) wurde in den 4:1 Endstand (Matthias Ulrich, Andreas Kunst und Roman Schnalle) umgemünzt. Der Aufstieg war perfekt. Der Kader: Alexander Voigt, Björn Meyer, Kai Psotta, Claudius Grusewski, Julian Steffens, Andreas Kreiling, Torsten Peter, Savvas Iliadis, Denize Dal, Andreas Kunst, Roman Schnalle, Carsten Gottwald, Matthias Ulrich, Andreas Erlenbusch und der bereits zum VFL Osnabrück gewechselte Lars Brachschulze. Der Vereinsvorstand hatte jedoch nach auch kontrovers geführten Diskussionen auf Grund des nicht vorhandenen Unterbaus auf den Aufstieg verzichtet. Die Mannschaft wechselte altersbedingt unter ihrem Trainer Ricardo Manzei zu den A-Junioren, wo sie von der Kreisklasse bis zur Bezirksliga aufstieg. Mittlerweile gehörten Matthias Ulrich zum Zweitliga-Kader und Lars Brackschulze zum Reserve-Kader des VFL Osnabrück. Der Restkader dieses A-Juniorenteams wechselte 1999 in die 1. Herrenmannschaft, wo sich mit Carsten Gottwlad und Roman Schnalle bereits im letzten A-Juniorenjahr zwei Spieler trotz Doppelbelastung im Bezirksklassekader der 1. Herrenmannschaft etabliert hatten. Am 31. März 2000 zählte die Spielvereinigung 2025 Mitglieder. Der 1. Vorsitzende Jan Mons begrüßte bei der Jahreshauptversammlung Frau Heike Marre als zweitausendstes Mitglied. Durch diese beachtliche Entwicklung gehört die Spielvereinigung zu den Großvereinen im Landkreis Osnabrück.

Ab 2000

Wieder zurück in der Bezirksklasse, galt es sich dort zu halten. Mit einem Kader, dessen Erfahrung jenseits der 30 Jahre lag und den jungen, aus der A-Jugend kommenden Spielern sicher keine leichte Aufgabe für Spielertrainer Manzei. Die 1. Bezirksklassen-Saison beendete man als neunter. Schon in dieser Saison war erkennbar worauf in Zukunft geachtet und an was gearbeitet werden müsste. Neben dem sehr kleinen Kader, der die Mannschaft immer wieder nötige "Fremdkräfte" einsetzen zu müssen, war ganz offensichtlich die Defensivschwäche ein Problem. Mit 80 geschossenen Toren rangierte man auf Platz zwei, nur der Hagener SV hatte mehr Tore geschossen. Allerdings waren 75 Gegentore aber auch die zweit schlechteste Defensivleistung in der Liga.